Liebe Handballfreunde,
so, wie es momentan aussieht, verliert der Virus langsam an Fahrt und
lässt uns alle wieder ein bisschen das Leben haben, welches wir bis
Anfang des vergangenen Jahres gewohnt waren. In dieser schwierigen Zeit
spielten viele andere Dinge eine sehr wichtige Rolle. Da gehörte
Handball im Amateurbereich nicht dazu, was aber auch völlig okay war.
Aber als die Lockerungen in diesem Jahr wieder Trainingsbesuche zuließen
und die Normalität Einzug in die Hallen gehalten hat, wurde vielen
bewusst, was so schmerzlich vermisst wurde.
Als die Saison 2019/2020 kurz nach Start der Rückrunde abgebrochen
wurde, war für mich das Kapitel Handball erst einmal erledigt. Nicht nur
während der pandemischen Umstände, sondern für mich wäre ein Traineramt
in 2020/2021 aus privaten und auch beruflichen Gründen nicht möglich
gewesen. Trotz, oder gerade wegen dieser Umstände hinterließ der
vorzeitige Abbruch eine gewisse handballerische Lücke bei mir, die sich
einfach nicht richtig anfühlte. Daher ließ mich der Gedanke, wieder ein
Team zu übernehmen, nicht los.

Nachdem einige Gespräche und Angebote ins Land gegangen waren, wurde ich
mir mit dem TSV Deizisau einig, die Mannschaft der Damen 1 zu
übernehmen. Für diese Entscheidung gab es mehrere Gründe. Der wichtigste
Grund war natürlich, dass es einen Kader gibt, mit dem man sicherlich
eine gute Saison in der Bezirksklasse spielen kann. Auch der kurze
Anfahrtsweg zur Sporthalle und die Spieltage im Bezirk Esslingen sind so
gesehen keine Nachteile. Natürlich spielte auch die Tatsache, dass es
sich für mich wie eine kleine Heimkehr (Männer 1b vier Jahre und HSG DD
2 fünf Jahre) anfühlt, eine Rolle.
So starteten wir also Anfang Juni in die Vorbereitung für die Saison
2021/2022. Als Kernpunkt sehe ich meine Aufgabe, die Spielerinnen erst
einmal wieder an handballspezifische Abläufe zu gewöhnen. Man kann sich
mit Fitness und Ausdauersport fit halten, jedoch fordert Handball
einiges mehr ab. Daher sind die Trainingsabläufe auf eine Kombination
zwischen Athletik  und Technik ausgelegt. Die Gewichtung liegt am Anfang
natürlich mehr im athletischen Teil, wobei wir hier sehr viel mit
Zirkeltraining und Fitnessparcours arbeiten. Im technischen Teil stehen
die Basics im Vordergrund. Ziel ist es, die Mannschaft bis zum
Saisonstart so hinzubekommen, dass wir einen sicheren Ball mit wenig
technischen Fehlern und eine stabile Abwehr spielen können.
Die Mannschaft ist nach meinen ersten Eindrücken auf jeden Fall bereit,
die gemeinsame Aufgabe zu bewältigen. Solange uns der Montag als
Trainingstag zur Verfügung steht, trainieren wir dreimal die Woche und
bisher ist die Trainingsbeteiligung mit leichten Schwankungen im grünen
Bereich. Auch die A-Jugend ist mit von der Partie. Die Jugendlichen sind
in Absprache mit ihren Jugendtrainerinnen abwechselnd bei den Einheiten
dabei. Es ist selbstverständlich so, dass sich die Mannschaft an meine
Trainingsabläufe und die Intensität gewöhnen muss. Aber ich glaube, dass
alle verstanden haben, was nötig und möglich ist um unsere gemeinsamen
Ziel zu erreichen. Da ich normalerweise mit der Vorbereitung schon
früher beginne, ist nun auch einiges aufzuholen. Ob wir dann den
jeweiligen Status erreichen haben, wird sich in weiteren Einheiten und
Trainingsspielen zeigen.
Auf jeden Fall trainieren und arbeiten wir hart daran, dass die neue
Saison zu einer guten Saison werden kann. Wir werden alles dafür tun,
dass man Spiele von uns gerne anschauen und auch wiederkommen möchte.
Ich kann nicht voraussagen, mit welcher Platzierung die Saison enden
wird, aber ich kann versprechen, dass wir immer bis zur letzten Sekunde
kämpfen werden und alles dafür geben um unsere Spiele positiv zu gestalten.
In diesem Sinne und mit sportlichem Gruß
Hans-Georg Piller

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